So entsteht ein Cabrioverdeck

Im Bereich der Cabrioverdecke unterscheiden wir zwei Hauptgruppen mit jeweils einigen Varianten 

 

 

Gruppe 1: Das Softtop

(das ganz normale Stoffverdeck) mit folgenden Einzelteilen

- Verdeckgestell

- Textilumfang

- Dichtungsumfang

- Antrieb

- Verschlußsystem

- Heckscheibe

 

 Einzelteile

1.1 Das Verdeckgestell

Bei Verdecken aus der Vergangenheit (bis Ende der 70er Jahre) waren die Materialen unserer Verdeckgestelle bei Karmann noch Stahl und Holz (Käfer, Karmann Ghia etc.).

In der nächsten Gereration (bis in der 90er Jahre) war das Verdeckgestell dann kpl. aus Stahl gefertigt (VW Golf, Ford Escort, Renault R19). 

Mitte der 90er hat man dann seitens der OEM´s Auflagen bezüglich Gewicht etc. umgesetzt und wir haben bei Karmann Verdeckgestelle mit einen hohen Anteil aus Alu, Aludruckguss etc. entwickent und gebaut (Audi Cabrio, Audi A4 Cabrio, Mercedes CLK, VW New Beetle Cabrio, Chrysler Crossfire etc.). 

Gestell 

 

 

1.2 Der Textilumfang

Die meisten Cabrioverdecke sind hier im Prinzip gleich aufgebaut. Schon in den 50er Jahre haben die Karmänner die Cabrios Wetter und Winterfest aufgebaut.

3 Lagig aufgebaut, aus Innenhimmel, Polster- oder auch Dämmmatte und schliesslich dem Verdeckbezug.

 Hierzu kommen noch Gurtsysteme

 3 Schichten

 

 

1.2.1 Der Innenhimmel

Fast alle Cabrios haben einen Innenhimmel, der nur aus optischen Gründen in der Verdeck eingearbeitet wurde.

Matreialen die hier eingesetzt werden sind vom Himmelkunstleder ( Cabrio´s bis Mitte der 90er Jahre wie Käfer, Golf, Escort, R19, P205 etc. über ein Flachgewebe wie beim Audi A4 (siehe rechts) bis hin zu Rundstrickwaren.

 Himmel Audi

 

 

 1.2.1.1 Das Himmelkunstleder

Das originale Himmelkunstleder das wir auch bei Karmann für das Käfer Cabrio oder das Golf 1 Cabrio verwendet haben verwenden wir auch heute noch im Cabriozentrum. Es ist zwar etwas teurer als ein normales Kunstleder aber dafür hängt es auch nicht durch wie es beim schwereren Kunstleder der Fall sein wird.

 Golf Himmel weiß

 

 

 1.2.1.2 Die Rundstrickware

 

 

 

 1.2.1.3 Microfasermaterialien

Hier gibt es billige Materialien die selbstverständlich auch Nachteile haben. Als Himmelmaterial sehr gut zu gebrauchen, weil mit guter Scheuerfestigkeit ausgerüstet aber leider nicht völlig Lichtecht. Ohne Verdeckabdeckung (Persenning) sollte dieses Material nicht offen gefahren werden.

Wesendlich bessere Lichtechtheitswerte aber leider auch teurer ist das originale Alcantara. 

 Microfaserhimmel rot

 

 

 1.2.1.4 Beschichtete Materialien

 

 

 

1.2.2 Die Polstermatte

Viele Cabrios sind mit dieser Polster- und Dämmmatte ausgerüstet um eine akustische sowie thermische Isolation zu gewährleisten und damit das Verdecksystem eine schöne Form bekommt.

Sie besteht aus einer Innenschicht und einem Bezugsstoff.

Beim frühen Käfer war die Innenschicht eine Roßhaarmatte, später wie z.B. beim Golf 1 eine Gummihaarmatte und heutzutage ist eine Vliesmatte mit einem hohen Rückstellvermögen eingearbeitet.

Gerade beim Golf 1 ist der stramm gespannte Polstermattenbezug wichtig um auch einen faltenfreien Verdeckbezug zu garantieren. Genau deshalb sind auch hier die gewählten Materialien (seitlich ist der originale Verdeckstoff) sehr wichtig.

 Billige Nachbauten arbeiten hier mit einfachen Stoffen wie:

- Kunstleder (zu hohe Dehnung)

- Planenstoff (hohe Geräuschentwicklung)

- Jeansstoff etc. (einfach ungeeignet aber billig) 

 

 

 

 1.2.3 Der Verdeckbezug

Es gibt 2 Varianten von Verdeckbezugsmaterialien

Das PVC Material sowie das Stoffmaterial

 

 

 

 1.2.3.1 Das PVC Material

Schon in den 50er Jahren haben die Karmänner Verdeckbezüge produziert, die Wetter- und Winterfest waren. Das ist der Grund warum beim Käfer Cabrio damals auch nur das PVC Material zum Einsatz kann denn alle Stoffvarianten waren nicht Wasserbeständig und mussten deshalb immer wieder Imprägniert werden. 

 

 

 

1.2.3.2. Der normale Verdeckstoff

Info siehe So entstehlt der Verdeckbezug

 

 

 

1.2.3.3 Der Akustikverdeckstoff

Beim Akustikverdeckbezugstoff wird nur die Kautschukschicht öfter aufgetragen, weshalb der Bezugstoff dicker und schwerer wird.

Nachteil von diesem Bezugstoff sind seine wesendlich höhere Faltenbildung sowie die höhere Biegesteifigkeit. Genau aus diesen Gründen ist es nur bei sehr wenigen Cabrios empfehlenswert diesen Bezugstoff zu verwenden.

 

 

 

1.2.3.4 Der hinterschäumte Verdeckstoff

 

 

 

1.2.4 Verdeckgurte

 

 

 

1.3 Der Dichtungsumfang

 

 

 

1.4 Der Antrieb

 

 

 

1.4.1 Der manuelle Antrieb (per Hand)

 

 

 

1.4.2 Der halbautomatische Antrieb

 

 

 

1.4.3 Der vollautomatische Antrieb

 

 

 

1.4.3.1 Der hydraulische Antrieb 

 

 

 

1.4.3.2 Der elektrische Antrieb

 

 

 

1.5 Das Verschlußsystem

An der Dachspitze sind hier varianten mit vertikalen und horizontalen Verschlußsysteme

 

 

 

1.5.1

 

 

 

1.5.2

 

 

 

1.6 Die Heckscheibe

 

Es gibt auch hier 2 verschiedene Varianten. Einmal die normale Glasscheibe und dann die flexibele (Folien) Scheibe.

 

 

 

1.6.1 Die heizbare Glasscheibe

Glasscheiben ohne das Heizsystem gibt es heute nur noch in Oldtimern. Alle anderen Verdeckheckscheiben sind mit einen heizsystem ausgestattet. Auf der Scheibe sind hierbei auf der Innenfläche dünne Litzen aufgebracht die einen Heizkreis in Paralelschaltung herstellen. Sollte eine Litze mal unterbrochen werden so ist dies kein großes Problem, sondern kann auch bei Bedarf schnell wieder einfach repariert werden.

 

 

 

1.6.2 Die flexibele (Folien) Scheibe

Bis in die 90er Jahre sind diese Scheibensysteme gerne verarbeitet worden. Der große Vorteil von diesem Scheibensystem ist die relativ große Scheibe die beim abgelegten Verdeck kaum Platz benötigt.

Weil dieses Material aber damals nicht so lange gehalten hat wie der gesamte Verdeckbezug und aus versicherungstechnischen Gründe hat man am Anfang der 90er sogenannte Scheibenwechselsysteme eingebracht.

Heute sind die Flexscheiben für den Automobilbereich wesendlich verbessert worden. Aufgrund dieser Entwicklung und einiger Nachteile der Scheibenwechselsysteme arbeiten wir fast ausschliesslich mit fest und dicht eingebrachten flexibelen Scheiben.

 

 

 

 1.7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Gruppe 2: Das RHT (das klappbare Blechdach)

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